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Rezepte Datenbank > Ohne Kategorie > Bockshornklee - Brainfood und Kraftnahrung


 











Bockshornklee - Brainfood und Kraftnahrung

Anzahl: 1 Text

Bockshorn
REF


-Betty Bossi News
-Barbara Rigert
-Vermittelt von R.Gagnaux

Der Bockshornklee ist eine uralte Nahrungs- und Gewürzpflanze, die
in der Küche des Mittleren Ostens, Indiens, Nord- und Ostafrikas
noch heute eine wichtige Rolle spielt. In Europa ist sie etwas in
Vergessenheit geraten, obwohl sie im Mittelalter als Heilkraut
angebaut wurde. Zeit, die aromatisch-bitteren Samen wiederzüntdecken!

Griechisches Heu mit ägyptischen Wurzeln: Der Bockshornklee gehört
zu den Hülsenfrüchten und damit zur Familie der
Schmetterlingsbluetler. Er wird bis zu einem halben Meter hoch und
hat kräftige, verzweigte Stängel. Verbreitet ist er in
Mitteleuropa, im Mittelmeergebiet und in Asien. Seinen botanischen
Namen Trigonella fönum gräcum (fönum gräcum = griechisches Heu)
hat er den alten Griechen zu verdanken, die ihn aus Ägypten nach
Europa brachten. Tatsächlich riecht die getrocknete Pflanze sehr
stark nach Heu. Der Name Trigonella leitet sich wahrscheinlich von den
triangelförmigen Blueten ab. Der Bockshornklee ist eine uralte
Nahrungs- und Gewürzpflanze, die heute in Europa nicht mehr so
bekannt ist. Im Mittelalter wurde sie als Heilkraut angebaut und im
antiken Griechenland wurden von Sportlern und Philosophen in
Gerstenöl geröstete Bockshornklee-Samen geknabbert, daher auch der
Spitzname 'Philosophenklee'. Vom Einbalsamierungsmittel zum
Delikatessgemüse: In der Medizin genoss der Bockshornklee bereits
früh ein hohes Ansehen. Plinius und Galen, die bekanntesten
Vertreter der frühzeitlichen Heilkunde, beschrieben seine Vorzüge
bei innerer und äusserer Anwendung, die Ägypter nutzten ihn als
Gewürz, als Heilmittel und zum Einbalsamieren der Toten. Die
Griechen und Römer verwendeten ihn als Gewürz- und Heilmittel, und
Karl der Grosse befahl ausdrücklich seinen Anbau. Auch in der
indischen Ayurveda-Medizin wird der Bockshornklee schon seit
Jahrtausenden eingesetzt.

In nördlichen Gegenden wurden Bockshornklee-Samen ganz oder gemahlen
dem Getreide beigemischt, um Insektenfrass zu verhindern, ferner
wurde das griechische Heu auch als Viehfutter angebaut. In Libyen und
Eritrea war es als Nahrungsmittel bekannt, besonders Frauen sollen es
wegen seines hohen Nährstoffgehaltes ihrer Nahrung zugesetzt haben,
um ihre als schön empfundene Leibesfülle zu erhalten.

Der Bockshornklee wurde früher überall dort gesammelt, wo er wild
wuchs, in ganz Südosteuropa, in Nordafrika, Vorderasien und Indien.
Heutzutage werden die jungen Triebe und Sprossen von Fitnessjüngern
vor allem in Australien und den USA als Delikatessgemüse verzehrt.
Bei uns gibt man ihn vor allem als Keimlinge über den Salat.

Samen mit geballter Nährstoffladung: Die Samen sind eine geballte
Nährstoffladung. 100g enthalten ca. 25% Eiweiss, 6,5% hochwertige
Fette, 8% Nahrungsfasern (Ballaststoffe), 48% weitere Substanzen wie
Schleimstoffe und ätherische Öle, 10% Wasser und 2,5% Asche. Ferner
weisen sie Sekundäre Pflanzenstoffe wie Saponine und Flavonoide,
Vitamine des B-Komplexes, Vitamin C und E, aber auch Mineralstoffe
auf.

Vom Iran bis nach Indien als Gewürz geschätzt:
Bockshornklee-Blätter und -Samen finden in der Küche des Mittleren
Ostens, Indiens sowie Nord- und Ostafrikas eine breite Verwendung. In
westlichen Ländern wird ihr Geschmack von manchen als unangenehm
bitter und bockartig empfunden, in anderen Küchen wird er gerade
wegen seiner bitteren Geschmacksnoten geschätzt, die den Appetit
anregen und die Verdauung von fetten Speisen unterstützen.

Bockshornklee-Samen werden als einzelnes Gewürz oder als wichtiger
Bestandteil von Gewürzmischungen verwendet, z.B. in indischen
Curry-Mischungen, in der bengalischen Fünfgewürzemischung 'panch
phoron', in der tamilischen Gewürzmischung 'sambaar podi', in der
georgischen 'khmeli-suneli' sowie in der äthiopischen bzw.
eritreischen 'berebere' (oder 'berbere'). In Ägypten werden die
Samen für Saucen und als Kaffee-Ersatz verwendet. In der
Lebensmittelindustrie dienen sie als Grundstoff für künstlichen
Ahornsirup und zur Erzeugung von Vanille- und Caramel-Aromen.

In Indien heissen die frischen grünen Blätter 'methi' und werden
gerne als geschmackvolles Gemüse, wie Spinat, zubereitet. Der Iran
hat eine besonders reiche Tradition in der Verwendung von
Bockshornklee-Blättern. Zu den bekanntesten Beispielen gehört
'ghorme sabzi', eine dicke Sauce aus Gemüse (Lauch, Zwiebeln,
manchmal auch Bohnen) und Kräutern (Bockshornklee, Petersilie,
Minze), in der Lammfleisch langsam geschmort wird.

Gegen Blähungen, graue Haare und Mundgeruch: Auch von therapeutischen
Anwendungen in verschiedenen Ländern der Erde wird berichtet. So
kochen in der Türkei Mütter ihren mageren Kindern einen Brei aus
drei Teilen Milch und einem Teil Bockshornklee, damit sie schnell an
Gewicht zunehmen. Woanders ist es Sitte, den Frauen nach der
Entbindung Bockshornklee ins Essen zu mischen, um das Zusammenziehen
der Gebärmutter zu fördern.

Bockshornklee-Tee kennt man in ganz Asien, vor allem in China, Tibet
und Indien. Ihm wird auch nachgesagt, dass er Männern auf die
'Sprünge helfen soll', die an Impotenz leiden, und dass er sogar
gegen ein vorzeitiges Ergrauen der Haare wirken soll. Auch wird von
Heilkundigen gerne ein Tee aus gemahlenen Bockshornklee-Samen zur
Reinigung der Atemwege empfohlen.

Und nicht zuletzt ist Bockshornklee ähnlich wie Fischöl ein
'Rohrreiniger': er wirkt vorbeugend gegen Arterienverkalkung. Seine
appetitanregenden und verdauungsfördernden Eigenschaften wurden ja
bereits erwähnt. Weitere Wirkungen: Bockshornklee stimuliert das
Nervensystem, wirkt gegen Blähungen, regt den Stoffwechsel an, soll
blutzucker- und blutdrucksenkende Eigenschaften haben, regt den
Milchfluss an und ist wirksam gegen kalte Hände und Füsse, gegen
übermässiges Schwitzen und Mundgeruch.

 

 

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Bockshornklee - Brainfood und Kraftnahrung Rezept



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